Chorarbeit ist Herzenssache
Der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld hat Gerlinde Fernekohl mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet.
HANNOVER. Sie hat vier Chöre unter ihre Fittiche genommen, leitet seit vielen Jahren mit großem persönlichen Einsatz deren Geschick und ist nun mit dem Bürgerpreis 2009 für besondere Verdienste im Stadtbezirk ausgezeichnet worden: Gerlinde Fernekohl, erste Vorsitzende der Kleefelder Chorgemeinschaft, hat in der vergangenen Sitzung des Bezirksrat Buchholz-Kleefeld von Bezirksbürgermeister Georg Fischer die Urkunde, einen symbolischen Scheck über 500 Euro und einen prächtigen Blumenstrauß in Empfang genommen. [...]
Auch heute noch ist Fernekohl täglich stundenlang mit der Organisation rund um die 130-köpfige Chorgemeinschaft beschäftigt, zu der 1996 ein international erfolgreicher Konzertchor mit etwa 45 Sängern hinzugekommen ist. Große Konzertreisen müssen geplant und begleitet, Mitgliedschaften verwaltet und Chorleitungen ausgesucht werden. Und ständig wird ein Ansprechpartner benötigt - alles ehrenamtlich. Hin und wieder gilt es, schwierige oder unangenehme Entscheidungen zu treffen - bereut hat Fernekohl ihren Einsatz nie. "Die Chorarbeit ist einfach Herzensangelegenheit", sagt sie.
Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 10.12.2009
Prag singt, Kleefeld beeindruckt
PRAG. Der Gemischte Chor Kleefeld der Kleefelder Chorgemeinschaft hat bei den 23. Internationalen Chortagen "Praga Cantat 2009" mitgesungen und dabei Konkurrenten, Publikum und Jury beeindruckt. Austragungsort des Sängerwettstreits war das altehrwürdige Nationalhaus in Prag. Die von Chorleiter Michael Kuhlmann bestens eingestimmten Sängerinnen und Sänger mussten sich dort einer starken internationalen Konkurrenz stellen: In den unterschiedlichsten Kategorien nahmen 24 Chöre aus aller Herren Länder teil. Der Gemischte Chor Kleefeld trat in der Kategorie "G-Festival" für Gemischte Chöre an. Hier präsentierte sich auch die Konkurrenz sehr stark; die Kleefelder überzeugten mit einem schwierigen und abwechslungsreichen Vortrag, der sehr gut bewertet wurde. Gelohnt hat sich die Fahrt aber nicht nur aus musikalischer Sicht. Auch das Rahmenprogramm des Chorwettbewerbs mit Ausflügen zu den vielen Prager Sehenswürdigkeiten kam bestens an. [...]
Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 12.11.2009
Herrenhausen singt
Beim Auftakt der Winterkonzerte in Herrenhausen haben 18 niedersächsische Chöre ihr Können gezeigt.
HANNOVER. Es war schon ein gewaltiges Gesangspaket, das die Stadt Hannover und der Niedersächsische Chorverband zum Auftakt der Winterkonzerte geschnürt hatten – vielleicht zu gewaltig, denn nur 1200 Musikfreunde hörten sich die fünf Konzerte in der Galerie in den Herrenhäuser Gärten an. […]
Auch am Sonnabendabend gab es volles Haus für die Herrenhäuser Chorgemeinschaft, den Jungen Chor Hannover, den Chor der MHH und den Chor der Leibniz-Universität. Nur wenige dagegen besuchten das Konzert am Sonnabendnachmittag. Zu Unrecht. Der KonzertChor Kleefeld eröffnete es mit vielen geistlichen Stücken. Wer die Augen schloss, konnte sich – auch der wunderbaren Akustik in der Galerie wegen – wie in einer weiträumigen Basilika fühlen. Clazz, der Junge Konzertchor Hannover, bot ein äußerst unterhaltsames Programm dar. Da verwandelten sich die Chormitglieder in einen Wald voll böser Bäume, die Männer des Ensembles gaben das Schlagzeug, durften schnalzen und zischeln. Schön. […]
Neue Presse Hannover vom 09.11.2009
Sänger erklimmen in Italien "Silberne Stufe"
So sehen Sieger aus: KonzertChor Kleefeld bei den XX. Tagen der Internationalen Chormusik Verona; Chorleiterin Barbara Rotering.
HANNOVER. Der „KonzertChor Kleefeld“ der „KLEEFELDER CHORGEMEINSCHAFT e.V., Hannover“ hat bei den diesjährigen „20. Tagen der Internationalen Chormusik 2009 in Verona“ erneut die „Silberne Stufe" erklommen und konnte damit seinen großen Erfolg aus dem Jahre 1997 - gleich nach Gründung des Chores - wiederholen. Austragungsort war das altehrwürdige und stilvolle Teatro Nuovo in Verona.
Die von der Chorleiterin Barbara Rotering bestens vorbereiteten und eingestimmten Sängerinnen und Sänger mussten sich bei dem Wertungssingen einer starken internationalen Konkurrenz stellen. Insgesamt nahmen 30 Chöre aus der ganzen Welt teil. Aus Deutschland waren nur noch zwei weitere Chöre vertreten.
Der KonzertChor Kleefeld trat in der Kategorie „Sakrale und weltliche Literatur mit Pflichtwerk für Gemischte Chöre“ an. Hier stellten sich 7 Chöre der Jury. Auffallend war bei allen Chören der beachtliche Leistungsanstieg und die Qualität der Liedvorträge. Der KonzertChor Kleefeld überzeugte mit einem schwierigen und abwechslungsreichen Vortrag: „Io mi son giovinetta“ (Monteverdi), „Come, sable night“ (Ward), „Cantate Domino“ (Miškinis) sowie „Die Nachtigall“ (Mendelssohn Bartholdy) als Pflichtwerk.
Auch das gebotene Rahmenprogramm des Chorwettbewerbs begeisterte alle. So wurde die wunderschöne Lagunenstadt Venedig besichtigt und das angenehme Klima am Gardasee genossen. Den Abschluss bildete ein Partnerchortreffen in St. Anna di Alfaedo gemeinsam mit dem italienischen Chor „Coro Voci Amiche“ als Gastgeber, dem französischen Chor „Ensemble Vocal Jubilate“ aus Bordeaux und dem „KonzertChor Kleefeld“. Sowohl die Sängerinnen und Sänger als auch die Zuhörer erfreuten sich über die tolle Akustik in der vollbesetzten katholischen Kirche von St. Anna di Alfaedo in über 1.000 m Höhe in den nahen Bergen östlich des Gardasees.
Neue Chorzeit vom Juli/August 2009
Großer Applaus für einen großen Auftritt
OSTERWALD. Eine Leidenschaft für Chorgesang - das setzt der KonzertChor Kleefeld bei jedem voraus, der aufgenommen werden will. Und genau das setzen die Sänger dieses Ensembles vorbildlich und mit stimmlicher Präzision in die Tat um. Davon haben sich rund 80 Zuhörer am Sonntagnachmittag in der Osterwalder Kirche überzeugt. In 90 Minuten präsentierte der Chor ein anspruchsvolles Repertoire aus fast allen Epochen. Dabei konzentrierten sich die Sänger unter der Leitung von Barbara Rotering nicht nur auf geistliche Musik. Auch weltliche Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Camille Saint-Saëns intonierte der Chor mit beachtlicher Klarheit. Organistin Gesa Rottler komplettierte den abwechsungsreichen Musikgenuss mit wohlklingenden Intermezzi auf ihrem Instrument. Chorleiterin Rotering brillierte zudem als Sopranistin. Der wohlverdiente Lohn: Lang anhaltender Beifall, für den sich die Sänger mit einer Zugabe bedankten.
Leine-Zeitung Garbsen vom 09.09.2008
Bronze für KonzertChor Kleefeld
PRAG. Über einen schönen Erfolg können sich die Mitglieder des KonzertChores Kleefeld freuen. Die Sängerinnen und Sänger der Kleefelder Chorgemeinschaft belegten beim "20. Praga Cantat 2006" den dritten Platz in der Kategorie "Besonders qualifizierte gemischte Chöre". Der Laienchor überzeugte mit europäischer Chormusik aus verschiedenen Epochen. Noch besser bewertet wurden lediglich zwei professionell ausgerichtete Chöre aus Russland und Tschechien.
Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 16.11.2006
CJD-Musikschule führt Mozarts "Requiem" auf
Requiem in Elze Mozart-Requiem: Der KonzertChor Kleefeld und der Christophoruschor Elze in der Peter-und-Paul-Kirche zu Elze.
ELZE. Die Besucher in der Peter-und-Paul-Kirche zu Elze erlebten bei der Aufführung von Mozarts "Requiem" unter der Leitung von Jürgen Kruppa ein gelungenes Konzert. Der Leiter der CJD-Musikschule Elze hatte das Werk mit dem KonzertChor Kleefeld, dem Christophoruschor Elze und dem Kammerorchester einstudiert und das "Requiem" unter der Mitwirkung der Solisten Adriane Oberborbeck (Sopran), Helga Kutter (Alt), Florian Lohmann (Tenor) und Sebastian Naglatzki (Bass) in seiner ganzen Klangfülle inszeniert. Harmonisch mischten sich die jungen Stimmen des Schulchores mit den älteren Stimmen des Kleefelder Konzertchores und begeisterten die zahlreichen Zuhörer in der Peter-und-Paul-Kirche.
Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 25.03.2004
KonzertChor Kleefeld und Christophoruschor Elze
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem in D-Moll
HANNOVER. Dass es sich bei dieser romantischen Totenmesse, die Mozart als Auftrags-arbeit am Ende seines Lebens komponiert hat, um ein höchst anspruchsvolles Werk handelt, steht außer Frage. Die über 500 Zuschauer, von denen viele froh waren, wenigstens noch einen Stehplatz in der ausverkauften Gartenkirche St. Marien ergattern zu können, waren sich einig, dass die Mitwirkenden diese Herausvorderung mit Bravour gemeistert haben.
Der KonzertChor Kleefeld (Leistungschor der KLEEFELDER CHORGEMEINSCHAFT e.V.) sang gemeinsam mit dem Christophoruschor Elze (Schulchor der CJD-Musikschule Elze). Die unterschiedlichen Klangfarben der insgesamt 100 Sängerinnen und Sänger harmonisierten hervorragend miteinander und hatten zu keinem Zeitpunkt Mühe, sich gegen das 30-köpfige Kammerorchester durchzusetzen. Erwähnenswert ist, dass sich das Orchester extra für diese Aufführung zusammengefunden und sich trotz weniger gemeinsamer Proben bestens eingefügt hat. Dem künstlerischen Leiter Jürgen Kruppa gelang es, die Spannung auf alle Mitwirkenden zu übertragen, so dass die Dramatik des Werkes ein Gänsehautgefühl beim Publikum hinterließ.
Neben der außerordentlichen Leistung der beiden Chöre sind noch die vier Gesangssolisten hervorzuheben: Adriane Oberborbeck (Sopran), Anastasia Dittrich (Alt), Florian Lohmann (Tenor) und Sebastian Naglatzki (Bass). Trotz ihres jungen Alters haben alle vier das Publikum stimmlich überzeugt und bereits eine derart hohe Bühnenpräsenz gezeigt, dass man zukünftig noch Großes von ihnen erwarten darf.
Nachdem der letzte Ton des Requiems verklungen war, herrschte für einen endlos scheinenden Moment Totenstille in der Gartenkirche, bevor das Publikum seine Ergriffenheit in frenetischem Applaus und Standing Ovations zum Ausdruck brachte.
Liebhaber anspruchsvoller Chormusik sollten sich bereits jetzt den 25.06.2004 im Kalender vormerken. Dann nämlich hat der KonzertChor Kleefeld seinen nächsten Auftritt im Rahmen der "4. Mittsommernacht der Chöre" in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Hannover. […]
Wochenspiegel Hannover vom 24.03.2004
Große Begeisterung für ein hervorragendes Konzert
Jürgen Kruppa führt Mozarts "Requiem mit dem KonzertChor Kleefeld, dem Christophoruschor Elze und dem Kammerorchester auf
ELZE. Die außerordentliche Wirkung Mozarts begründet auf seine Begabung, die italienische gesangliche Melodik, die französische scharf pointierte, deklamatorische Rhythmik und die deutsche Kontropunktik und die Akkordfülle miteinander zu verschmelzen und alles mit seiner göttlichen Heiterkeit, seiner durchsichtigen Klarheit und seiner wärmenden Innigkeit zu bestrahlen. Dies erlebten auch die Konzertbesucher in der vollbesetzten Peter-und-Paul-Kirche bei der Aufführung von Mozarts "Requiem" unter der Leitung von Jürgen Kruppa. Der Leiter der CJD-Musikschule hatte das Werk mit dem KonzertChor Kleefeld, dem Christophoruschor Elze und dem Kammerorchester einstudiert und das "Requiem" unter Mitwirkung der Solisten Adriane Oberborbeck (Sopran), Helga Kutter (Alt), Florian Lohmann (Tenor) und Sebastian Naglatzki (Bass) in seiner ganzen Klangfülle zum Leuchten gebracht.
Kein Werk der Musikgeschichte ist so in einen Mythos über seine Geschichte und seine Bedeutung eingesponnen wie dieses Requiem. Seine Entstehungs-geschichte und damit die Lebensumstände Mozarts wenige Monate vor seinem Tod lesen sich wie ein spannender Roman, sagte Andreas Ehrle in der Einführung zum "Requiem". […]
Die Atmosphäre des Werkes umfing den Hörer mit dem ersten düsteren d-Moll-Takt, mit dem schwermütigen Klang der Bläser. Posaunen und Pauke bestimmen das herbe Kolorit. Und kraftvoll mischen sich die jungen Stimmen des Schulchores mit den älteren Stimmen des KonzertChores. Kraft und Ernergie gewannen die 100 Sänger dabei aus der rhythmischen Prägnanz und der sehr exakten Artikulation. Beifallsstürme, Blumen und viele Dankesworte für die Amateure. Große Begeisterung für ein hervorragendes Konzert.
Leine-Deister-Zeitung vom 16.03.2004
Jubiläumskonzert "25 Jahre Junger Chor Hannover"
Ein Lied auf den Lippen - Der Junge Chor Hannover in der Bugenhagenkirche
HANNOVER. Der Name ist keine Mogelpackung. Denn nur wer zwischen 14 und 25 Jahre alt ist, darf mitsingen. Um dieses Statut zu unterstreichen, lud der "Junge Chor Hannover" zu seinem Jubiläumskonzert gleich noch den "Jungen Chor Kleefeld" und den "Jungen Chor Ahlem" in die Bugenhagenkirche ein. […]
Die Gastchöre unter der Leitung von Katrin Kollus und Christian Gödecke ließen nicht Blumen, sondern Töne sprechen. Sie verbanden Arrangements von barocken bis poppigen Klängen zu musikalischen Geburtstagsgrüßen. Die zahlreichen Zuhörer geizten nicht mit Beifall.
Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 07.04.2003
Chorwettbewerb "Niedersachsen singt"
Landesweiter Chorwettbewerb "Niedersachsen singt" des NDR 1 Radio Niedersachsen gemeinsam mit dem Chorverband Niedersachsen-Bremen und dem Niedersächsischen Chorverband - Kommunalkonzert -
HANNOVER. […] Gut, dass der KonzertChor Kleefeld trotz eines leichten Punktabzuges - wohl wegen einer gestolperten Sängerin - in die Regionalrunde weiterrückt.
Der Chor mit dem auffallend niedrigen Durchschnittsalter von weniger als 50 Jahren präsentierte "Zum Tanze, da geht ein Mädel" so buchstäblich leichtfüßig und schwungvoll wie kein zweiter. Auch seine Interpretation von "Hab' mein Wage vollgelade" ließ aufhorchen: Das scheinbar so vertraute, eher getragene Volkslied bekam durch Musical-Elemente und Rhythmusinstrumente ungeahnten Pep. […]
Hannoversche Allgemeine Zeitung - Laatzen - vom 13.10.1999
So unterschiedlich wie die Zeiten
HANNOVER. Unter dem sprachlich eher ungenauen Titel "Chor quer Beet" war das Gastspiel des KonzertChores Kleefeld inhaltlich eigentlich auf das genaueste umschrieben. Denn Chormusik aus nahezu vier Jahrhunderten, die so unterschiedlich sein kann wie die Zeiten selber es waren, ist anders kaum unter einen Hut zu bringen. Bei der Auswahl der Programmpunkte, ob nun aus der Zeit des Barocks oder aus unseren Tagen, schienen Humor und Verspieltheit Pate gestanden zu haben. Eine zeitliche Staffelung gab es nicht.
So erfuhr das Publikum mit Verwunderung, dass Barockmusik nicht von Haus aus ernst und trocken sein muss. Banchieri etwa schrieb das Chorstück "Contrapunto bestiale alla mente", in dem er unverkennbar Tierlaute einfügte. Oder es nahm zur Kenntnis, dass ein durchaus seriöser Zeitgenosse, der finnische Komponist Rautavaara, seinem Frust beim Erlernen der deutschen Sprache in musikalischer Stammelei Luft machte. Auch vernahm das Publikum, dass der Tod süß sein kann (Klaus Stahmers Komposition) - allerdings der Tod einer Fliege im Marmeladenglas. Der Chor hatte dabei mit Sprechgesang, Glissandri, Raunen und Geflüster wie so oft den Schalk im Nacken. Selbst vertrauteste Volkslieder in origineller, oft poppiger Aufbereitung waren immer wieder gut anzuhören, sogar neben dem Repertiore der Beatles.
Chorleiter Kruppa gelang es, seine leutselige Gelöstheit auf den Chor zu übertragen. Und die Sänger waren flexibel und pfiffig genug, um die Absichten ihres Dirigenten umzusetzen. Daher klangen Brechungen und Verfremdungen nie aufgesetzt, und die Pointen waren glaubhaft. Besonders hervorzuheben die Transparenz des Gesanges und die beispielhafte Textverständlichkeit. Einzig der Sprung zu Max Regers Nachtlied op. 138 schien in diesem Kontext etwas gewagt und zeigte besonders wegen der hohen Tonlage die Grenzen des Sopran auf.
Der Titel der Zugabe im Elzer Konzert hieß "Good News" - und "Good News" darf man sich weiterhin auch vom Chor wünschen.
Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 08.10.1998
Das Jauchzen gilt den eigenen Sängern
KonzertChor Kleefeld trägt gekonnt Bachs Weihnachtsoratorium vor
HANNOVER. 130 Jahre und gar nicht ergraut: Der Kleefelder Konzertchor, das jüngste Kind der Kleefelder Chorgemeinschaft, empfiehlt sich eindeutig als Nachwuchstalent. Mit dem Weihnachtsoratorium von Bach hat sich das erst vor anderthalb Jahren neu zusammengestellte Stimm-Ensemble auch gleich an ein reifes und schwieriges Werk herangewagt.
Die Reifeprüfung beim Konzert in der Petrikirche ist gelungen. Es hat sich gelohnt, dass sich alle mittlerweile 61 Sänger vor der Aufnahme von Leiter Jürgen Kruppa "abhören" lassen mussten.
Das Frohlocken und Jauchzen galt als vor allem den Sängern selbst, die auch schwierige Stellen zufriedenstellend meisterten, ohne sich innerhalb der Stimmen zu weit voneinander zu entfernen. Engagiert folgten sie ihrem 35-jährigen Dirigenten, der seinen Chor nie aus den Augen ließ, obwohl er noch vier Solisten und ein ganzes Orchester führen musste. Nur einmal ging die Begeisterung so mit den Musikern durch, dass sie Tenor Rochus Trebs keine Chance ließen, die schwierigen Koloraturen der Arie "Frohe Hirten, eilt, ach eilt" ausführlich zu singen.
Nach diesem barocken Meisterwerk will der Konzertchor in die Gegenwart zurückkehren und ein wenig experimentieren. Die Sängergemeinschaft mit dem für einen Chor traumhaften Durchschnittsalter zwischen 30 und 40 Jahren hatte sich von Anfang an auf die Fahnen geschrieben, auch modernes Liedgut zu pflegen. Musicalmelodien, Gospel und Jazz sollen darunter sein. Und auch im Sprechgesang wollen sich die Sänger üben, und zwar aus der Feder des finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara. Eine Überraschung soll demnächst auch eine spezielle Interpretation des Volksliedes "Es klappert die Mühle..." werden. […]
Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 11.12.1997
Belcanto in Italia
KonzertChor Kleefeld nimmt am Wettbewerb teil
HANNOVER. Im Februar dieses Jahres wurde ein Konzertchor unter dem Dach der KLEEFELDER CHORGEMEINSCHAFT e.V. aus der Taufe gehoben. Einem Aufruf des Vereins waren damals über 100 Interessierte, meist jüngere Leute, gefolgt. Als Chorleiter wurde der 34-jährige Jürgen Kruppa verpflichtet, dessen Aufgabe zunächst darin bestand, das stimmliche Potential der Kandidaten auszutesten. Nach Abschluss der Gründungsphase bilden nun rund 50 Sängerinnen und Sänger den Stamm des neuen Chores. "Es besteht aber nach wie vor die Möglichkeit, sich einen Platz im Emsemble zu ergattern", erklärt Gerlinde Fernekohl, Erste Vorsitzende der KLEEFELDER CHORGEMEINSCHAFT e.V. Gesucht werden vor allem Männer im Alter von 18 bis 50 Jahren. 12 Mark beträgt der monatliche Obolus. Treffpunkt ist mittwochs 19.30 bis 21.30 Uhr in der Begegnungsstätte Kleefeld, Rodewaldstraße 17. Nähere Informationen unter Telefon 57 61 86.
Der Konzertchor hat sich das hohe Ziel gesteckt, anspruchvolles Liedgut einzustudieren und dementsprechend auf gesangliche Qualität, Leistung und konzentriertes Arbeit zu setzen. "Unser Repertoire", so Jürgen Kruppa, "reicht von der Renaissance bis zur Moderne."
Neben Klassischem stehen auch Gospel, Sprituales und Volkslieder der gehobenen Art auf dem Programm der Singgruppe, die überwiegend a cappella vorträgt.
Für das nächste Frühjahr hat sich die Truppe einiges vorgenommen. Kurz nach Ostern wird sich der Konzertchor an einem Wertungssingen in Italien beteiligen. Zum mittlerweile achten Mal finden Anfang April in Verona die Internationalen Chortage statt, an denen 25 bis 30 Chöre aus aller Welt teilnehmen werden. Vor einer siebenköpfigen Fachjury im 750 Zuhörer fassenden Teatro Nuovo werden die Kleefelder dann ihren ersten größeren Auftritt haben.
"Für uns wird der Wettbewerb eine Standortbestimmung sein, mehr nicht", meint der Chorleiter. "Um absolute Spitze zu werden, braucht es mehr als ein Jahr."
Nichtsdestrotrotz, ein bißchen Lampenfieber wird sicherlich dabei sein, wenn Jürgen Kruppa in Verona den Takt angibt.
hallo Sonntag - Hannover - vom 27.10.1996



